Weihnachtsmärkte in Wien 2026: Termine, Preise und Parken
Autor Veronika Vrátná3. September 2026Aktualisiert: 8. Oktober 2026
Daniel und ich waren zweimal in Wien, beide Male mit dem Auto. Beide Male haben wir dasselbe gelernt: Vergessen Sie im Zentrum das Parken auf der Straße. Die Kurzparkzone wird in Halbstundenschritten bezahlt, und in der Saison kostet ein ganzer Tag mehr als das Parken beim Hotel – deshalb wählen wir lieber gleich eine Unterkunft mit eigenem Parkplatz. Zu den Weihnachtsmärkten wollen wir dieses Jahr im Dezember fahren, und danach ergänzen wir den Artikel um eigene Fotos und Eindrücke direkt von den Märkten.
Deshalb haben wir diesen Guide gründlich zusammengestellt – mit Terminen von den offiziellen Seiten der Wiener Tourismuszentrale wien.info und von den Websites der einzelnen Märkte, mit Parkpreisen aus den Preislisten der Betreiber und mit allem, was sich in Wien im letzten Jahr geändert hat. Genau deshalb, damit andere das nicht aus zehn verschiedenen Seiten zusammensuchen müssen.
In diesem Artikel finden Sie die Termine aller großen Wiener Weihnachtsmärkte für 2026, was es wo gibt, was Punsch und Essen kosten, sechs konkrete Parkplätze mit Preisen, sechs Unterkunftstipps und die Erklärung einer Wiener Parkfalle, auf die Ausländer immer wieder hereinfallen. Wenn Sie auch den Rest Ihres Aufenthalts planen, lesen Sie unseren großen Wien-Guide Was man in Wien sehen sollte.
Am längsten geöffnet: Schönbrunn und der Wintermarkt im Prater bis zum 6.1.2027
Die meisten kleineren Märkte enden bereits am 23.12. – Freyung, Am Hof, Karlsplatz, Spittelberg, Campus Altes AKH
Punsch: ab 4,80 € am Spittelberg, 5,50–6 € auf den großen Märkten, plus rückzahlbares Pfand für den Becher von etwa 3–5 €
Parken im Zentrum: 3,50–6,48 € pro Stunde, Tageshöchstsätze 25–65 € je nach Garage. Am Wochenende auf der Straße kostenlos, in der Garage beim Rathaus 7 € pro Tag
Mit dem Auto: bei uns ab Prag etwa 333 km, rund 3 Stunden 45 Minuten; die österreichische 10-Tages-Vignette kostet 12,80 €
Öffentliche Verkehrsmittel: Einzelfahrschein 3,20 €, 24-Stunden-Ticket 10,20 €. ACHTUNG: 48- und 72-Stunden-Tickets gibt es seit Januar 2026 nicht mehr
Wann hingehen: an einem Wochentag nachmittags. Ein Wochenendabend am Rathausplatz ist die schlechteste Variante
Wo übernachten: Unterkünfte im Zentrum sind im Advent teuer, und keines der vier Hotels im 1. Bezirk, die wir empfehlen, hat einen eigenen Parkplatz. Deshalb stehen gleich unter diesem Absatz zwei Tipps: Hotel Austria direkt im Zentrum und Hotel An Der Wien mit kostenlosem Parken nahe der U-Bahn. Alle sechs samt Karte und Preisen finden Sie im Abschnitt Wo Sie in Wien während der Weihnachtsmärkte übernachten.
⭐ TOP-WAHL📍 Fleischmarkt 20, Innere Stadt
Hotel Austria
In einer Sackgasse unweit des Schwedenplatzes, nur wenige Gehminuten zum Stephansdom. Bewertung der Lage 9,7 von 10. Kein eigener Parkplatz, planen Sie mit einer Garage.
Familienhotel 150 m von der U-Bahn-Endstation U4 Hütteldorf entfernt. Kostenloses Parken im Hotelhof. Zum Rathausplatz sind es mit der U-Bahn etwa eine halbe Stunde mit einmal Umsteigen von der U4 in die U2.
Wir fahren aus Prag, und von dort ist Wien näher, als die meisten denken – mit dem Auto etwas über dreieinhalb Stunden, mit dem Zug etwa vier. Und im Gegensatz zu einem einzigen großen Markt finden Sie hier mehr als zehn, jeder mit einem eigenen Charakter, und alle in einer Stadt.
Eine Sache hat uns bei der Planung überrascht: Die Wiener Weihnachtsmärkte sind so groß, dass sich die Menschenmenge auf ihnen verteilt. Am Rathausplatz gibt es nicht nur den Markt, sondern auch die Eisbahn Eistraum, die als Schlittschuhroute durch den angrenzenden Park führt. Am Wochenende sind mehr Leute dort, aber diese Fläche ist eine ganz andere Kategorie als ein Markt auf einem einzigen Platz.
Nicht jeder Weihnachtsmarkt hat eine solche Fläche. Genau deshalb lohnt es sich zu wissen, welcher Markt wofür gut ist – und genau darum geht es im Rest dieses Artikels.
Kennen Sie die Weihnachtsmärkte in Prag? Dann liegt der Unterschied vor allem im Maßstab und darin, wie weit die Märkte voneinander entfernt sind. In Prag legen Sie den Weg zwischen den Hauptmärkten in zehn Minuten zu Fuß zurück. In Wien brauchen Sie die U-Bahn – und genau deshalb ist es gut, im Voraus zu wissen, wohin Sie wollen.
Wann finden die Weihnachtsmärkte in Wien statt – Termine 2026
Die Wiener Märkte öffnen nicht alle gleichzeitig. Die ersten starten bereits Anfang November, die letzten enden erst am Dreikönigstag. Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Märkte nach Angaben der Wiener Tourismuszentrale wien.info, abgeglichen mit den Websites der einzelnen Veranstalter (Stand: 3.9.2026).
Markt
Termin 2026
Öffnungszeiten
Wiener Christkindlmarkt, Rathausplatz
13.11.–26.12.
täglich 10:00–22:00
Schloss Schönbrunn
06.11.2026–06.01.2027
täglich 10:00–21:00, ab dem 25.12. bis 19:00
Stephansplatz
06.11.–26.12.
täglich 11:00–21:00
Maria-Theresien-Platz
20.11.–26.12.
Sa, So und Feiertage 10:00–21:00; die Wochentage hat der Veranstalter noch nicht veröffentlicht
Wintermarkt am Riesenradplatz (Prater)
20.11.2026–06.01.2027
Mo–Fr 12:00–22:00, Sa, So und Feiertage 11:00–22:00
Altwiener Christkindlmarkt, Freyung
14.11.–23.12.
täglich 10:00–21:00
Am Hof
13.11.–23.12.
Mo–Do 11:00–21:00, Fr, Sa, So und Feiertage 10:00–21:00
Art Advent, Karlsplatz
13.11.–23.12.
täglich 12:00–20:00
Spittelberg
13.11.–23.12.
Mo–Fr 14:00–21:30, Sa, So und Feiertage 11:00–21:30
Christmas Magic, Schwarzenbergplatz
13.11.–26.12.
Mo–Fr 11:00–21:00, Sa, So und Feiertage 10:00–21:00
Campus Altes AKH
13.11.–23.12.
Mo–Do 14:00–22:00, Fr 14:00–23:00, Sa 11:00–23:00, So 11:00–21:00 (23.12. nur 14:00–20:00)
Was an Weihnachten geöffnet hat
Das ist der häufigste Irrtum. Die meisten Wiener Weihnachtsmärkte enden bereits am 23. Dezember – Freyung, Am Hof, Karlsplatz, Spittelberg und auch Campus Altes AKH. Am Heiligabend finden Sie dort schon nichts mehr.
Am 24.12. haben vier Märkte geöffnet, allerdings verkürzt: Rathausplatz bis 18:30, Schönbrunn bis 16:00, Stephansplatz bis 16:00 und der Wintermarkt im Prater 11:00–17:00.
Über die Feiertage am 25. und 26.12. läuft der Rathausplatz weiter (der 26.12. ist sein letzter Tag), Schönbrunn 10:00–19:00, Stephansplatz 11:00–19:00, und auch die Eisbahn Eistraum sowie der Wintermarkt im Prater laufen weiter.
Bei den Märkten am Maria-Theresien-Platz und Schwarzenbergplatz sind die Feiertagsöffnungszeiten nicht veröffentlicht, obwohl beide bis zum 26.12. laufen. Prüfen Sie sie vor der Reise nach.
Nach Neujahr bleiben drei Orte in Betrieb: der Markt in Schönbrunn, die Eisbahn Eistraum beim Rathaus und der Wintermarkt im Prater, alle bis zum 6.1.2027. Der Prater hat außerdem einen Silvesterbetrieb von Mittag bis zwei Uhr morgens. Aufgepasst aber bei der Eisbahn Eistraum beim Rathaus: Der 31.12. ist der einzige Tag der Saison, an dem sie geschlossen ist – planen Sie an Silvester also kein Schlittschuhlaufen beim Rathaus ein.
Markt für Markt – was Sie wo finden
Weihnachtsmarkt Rathausplatz – der größte
Der Wiener Christkindlmarkt vor dem Rathaus ist der Hauptmarkt und dementsprechend groß. Neben den Ständen gibt es hier ein zwölf Meter hohes Karussell, eine Kinderwelt mit Rentieren und einem Krippenweg sowie den sogenannten Baum der Herzen für verliebte Paare.
Die Hauptattraktion ist aber Eistraum – die Eisbahn, die nicht nur auf dem Platz bleibt, sondern als Schlittschuhroute durch den angrenzenden Park führt. Sie ist vom 13.11.2026 bis zum 6.1.2027 in Betrieb, also 11 Tage länger als der Markt selbst.
Machen Sie sich bei den Punschpreisen hier aber keine Illusionen: Der günstigste beginnt bei etwa 5,50 €, was nicht mehr ist als anderswo, aber im Durchschnitt gehört der Rathausplatz eher zu den teureren Märkten, weil hier auch Punsch für 8,50 € verkauft wird. Wer sparen möchte, geht zum Spittelberg oder nach Am Hof. Auf den Prager Märkten funktioniert es eher umgekehrt – auf dem Altstädter Ring zahlen Sie auch für die Lage.
Weihnachtsmarkt Schönbrunn – der Markt, der am längsten durchhält
Der Markt vor Schloss Schönbrunn gehört zu den ersten, die öffnen (6.11., genau wie der Stephansplatz), und zu den letzten, die enden (6.1.2027, genau wie der Wintermarkt im Prater). Neben den Ständen gibt es hier eine Eisbahn, Curlingbahnen, ein Karussell, ein Riesenrad, eine Kindereisenbahn und eine traditionelle Handwerkswerkstatt.
Das ist der einzige große Markt, den Sie sinnvoll für die Tage zwischen den Feiertagen oder für Anfang Januar einplanen können, wenn die Innenstadt deutlich ruhiger ist.
Der Altwiener Christkindlmarkt auf der Freyung hat eine Tradition bis ins Jahr 1772 und ist von den Wiener Märkten der handwerklichste – Glas, Keramik, Krippen. Ab 16:00 spielt hier live Adventmusik.
Wenn Sie sich nicht für Karussells interessieren und eher etwas kaufen möchten, fangen Sie hier an.
Weihnachtsmarkt am Spittelberg – die schönste Kulisse
Der Markt am Spittelberg liegt nicht auf einem Platz, sondern erstreckt sich durch die engen Gassen des Biedermeierviertels. Er legt Wert auf nachhaltige, lokale und fair gehandelte Ware und hat von allen großen Märkten das niedrigste Pfand für den Becher – etwa 3 €.
Weihnachtsmarkt Karlsplatz (Art Advent) – Bio und Kunst
Der Art Advent am Karlsplatz hat sämtliche Speisen bio-zertifiziert, dazu Kunstinstallationen, Workshops und Live-Bands. Die Preise sind entsprechend – der Punsch ist hier teurer als anderswo. Er schließt früher als die anderen, um 20:00.
Weihnachtsmarkt Prater – für Familien mit Kindern
Der Wintermarkt am Riesenradplatz steht ganz im Zeichen von „Prater rocks“ – Kinderattraktionen, Live-Musik, Gospel und Soul. Neu ist die Winterburg mit Hüpfburg und Spielplatz. Geöffnet bis zum 6.1.2027.
Fahrt mit dem Wiener Riesenrad – Ticket ohne Anstehen an der Kasse – ab 15 €, fährt auch im Winter und liegt direkt beim Markt.
Christmas Magic am Schwarzenbergplatz – die Neuheit
Der neueste Zuwachs unter den Wiener Märkten, direkt neben dem Belvedere und ein Stück vom Karlsplatz entfernt. Er läuft vom 13.11. bis zum 26.12.2026, also länger als die meisten kleineren Märkte. Die Feiertagsöffnungszeiten sind noch nicht veröffentlicht.
Weihnachtsmarkt Am Hof und Campus Altes AKH
Am Hof lohnt einen Stopp wegen der Live-Musik und des Chorgesangs und liegt nur ein Stück von der Freyung entfernt, sodass sich beide verbinden lassen. Campus Altes AKH ist ein Markt auf dem Gelände des alten Krankenhauses, mit einer Kindereisenbahn, einem Karussell und zwei Curlingbahnen. Von allen Wiener Märkten ist er bei Studenten am beliebtesten.
Wo die Märkte liegen und was sich zu Fuß verbinden lässt
Auf der Karte wirken die Wiener Märkte verstreut, und es sieht so aus, als könnte man an einem Tag nicht viele davon schaffen. In Wirklichkeit bilden sie drei Gruppen, die sich zu Fuß abgehen lassen, und zwei Orte, die Sie ohne U-Bahn nicht erreichen. Das entscheidet darüber, wie viele Sie an einem Abend schaffen, und die meisten Reiseführer sagen das nicht.
Die Zeiten unten sind ungefähre Gehzeiten entlang der Straßen, nicht Luftlinie, berechnet in normalem Tempo. Im Advent rechnen Sie ein paar Minuten für das Gedränge dazu.
Innenstadt: drei Märkte in zwanzig Minuten zu Fuß
Freyung, Am Hof und Stephansplatz liegen so nah beieinander, dass Sie sie in einer Runde schaffen. Von der Freyung nach Am Hof sind es drei Minuten, von Am Hof zum Stephansplatz acht. Die ganze Runde samt Rückweg passt in zwanzig Minuten reine Gehzeit. Das sind gleichzeitig die drei kleinsten Märkte der ganzen Auswahl, sodass für jeden eine halbe Stunde reicht.
Rund um den Ring: Rathausplatz und drei Nachbarn
Vom Hauptmarkt am Rathausplatz erreichen Sie den Campus Altes AKH in elf Minuten, den Maria-Theresien-Platz in vierzehn und den Spittelberg in dreizehn. Zwischen Maria-Theresien-Platz und Spittelberg sind es acht Minuten, sodass es sich anbietet, diese beiden zu verbinden. Vom Rathausplatz zur Freyung sind es neun Minuten, sodass sich die ersten beiden Gruppen tatsächlich berühren.
Südlich des Rings: zwei Märkte fünf Minuten voneinander entfernt
Karlsplatz und Schwarzenbergplatz trennen fünf Minuten Fußweg. Vom Stephansplatz zum Karlsplatz sind es fünfzehn Minuten, vom Maria-Theresien-Platz zwölf. Dieses Duo ist der logische Tagesabschluss, wenn Sie von Norden kommen.
Zwei Orte, zu denen man nicht zu Fuß geht
Schönbrunn liegt vom Zentrum aus etwa sechs Kilometer entfernt, Prater vier. Zu Fuß brauchen Sie es gar nicht erst zu versuchen: Schönbrunn erreichen Sie mit der U4 direkt bis zur Station Schönbrunn, den Prater mit der U1 oder U2 bis Praterstern. Planen Sie für jeden der beiden einen eigenen halben Tag ein, keinen Abstecher.
In der Praxis: Nehmen Sie sich für einen Abend eine Gruppe vor und versuchen Sie nicht, zwischen Schönbrunn und der Innenstadt hin- und herzuspringen. Wer zwei Tage hat, nimmt sich den ersten Abend den Ring und die Innenstadt vor und den zweiten Tag Schönbrunn oder den Prater.
Wo Sie übernachten, entscheidet mit, welche Gruppe Sie quasi vor der Haustür haben. Konkrete Tipps und eine Karte mit aktuellen Preisen finden Sie weiter unten im Abschnitt Wo Sie in Wien während der Weihnachtsmärkte übernachten.
Die Entfernungen und Zeiten sind aus Kartenmaterial berechnet, nicht erlaufen. Sobald wir im Dezember selbst dort sind, ergänzen wir hier, welcher Weg sich in der Praxis am besten geht und wo es sich im Gedränge zieht.
Essen und Trinken – und was es kostet
Punsch und Glühwein
Hier braucht es einen Hinweis: eine einheitliche Preisliste gibt es nicht, jeder Stand legt seinen Preis selbst fest. Die Zahlen unten stammen nicht von den Veranstaltern, sondern aus der österreichischen Presse: Rathausplatz, Schönbrunn und Stephansplatz nach den zu Saisonbeginn 2025 veröffentlichten Preisen (heute.at, gastroportal.at), Spittelberg, Prater und Karlsplatz aus dem Preistest von vienna.at vom Dezember 2024. Für den Advent 2026 hat bisher niemand Preise veröffentlicht, und der Sprung gegenüber dem Vorjahr lässt sich nicht abschätzen: 2024 blieben die Preise auf den großen Märkten gleich, ein Jahr später stiegen sie am Rathausplatz um ein Zehntel.
Markt
Punsch ab
Saison
Spittelberg
4,80 € (Kinderpunsch 2,80 €)
2024
Karlsplatz
5–10 € (Bio)
2024
Rathausplatz
5,50 € (alkoholfrei ab 3,90 €)
2025
Prater
5,50 € (Spezialpunsche ab 6 €)
2024
Stephansplatz
5,80 €
2025
Schönbrunn
6 € (Glühwein 5,50 €)
2025
Zum Preis kommt noch ein rückerstattbares Pfand für den Becher. Es liegt etwa zwischen 3 und 5 € und unterscheidet sich von Markt zu Markt und von Stand zu Stand – am niedrigsten ist es meist am Spittelberg. Den Becher können Sie zurückgeben oder ihn gegen das Pfand als Souvenir behalten – das ist ein praktischeres Andenken als die meisten Dinge von den Ständen.
Essen
Richtpreise, wieder aus Preistests der Presse, nicht aus einer offiziellen Preisliste:
Käsekrainer (Käsewurst, ein österreichischer Klassiker): etwa 5–8 €
Kartoffelpuffer (Reibekuchen): etwa 5–6 €
Maroni (geröstete Kastanien): eine kleine Tüte kostet etwa 4–5 €
Langos: etwa 6 € in der Bio-Variante
Maroni, also geröstete Esskastanien, gehören zum österreichischen Advent traditionell dazu. Wenn Sie sie noch nie probiert haben, ist das die richtige Gelegenheit.
Parken in Wien – lesen Sie das, bevor Sie losfahren
Dieser Abschnitt ist der Grund, warum es diesen Artikel überhaupt gibt. Im Zentrum von Wien während des Advents zu parken, ist möglich, aber Sie müssen wissen, wohin Sie fahren. Die gute Nachricht: Am Wochenende ist es deutlich günstiger, als man denkt. Die schlechte Nachricht: Zuerst müssen Sie eine Wiener Besonderheit verstehen.
Die Wiener Tücke: keine Parkscheinautomaten auf der Straße
Das ist der wichtigste Satz des ganzen Artikels für alle, die mit dem Auto anreisen: Wien hat keine Parkscheinautomaten auf den Straßen.
Den Parkschein kaufen Sie im Voraus – in der Trafik, an der Tankstelle, an den Automaten der Wiener Linien in den U-Bahn-Stationen oder über die App HANDYPARKEN. Den Papierschein füllen Sie dann von Hand mit der Ankunftszeit aus und legen ihn hinter die Windschutzscheibe.
Erforderlich sind eine vorherige Registrierung und aufgeladenes Guthaben, sodass Sie das nicht in fünf Minuten vor Ort erledigen können
Bevor Sie vom Auto weggehen, warten Sie auf die Bestätigungs-SMS – ohne sie gilt die Gebühr nicht als bezahlt
Vorsicht bei fremden Apps. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass elektronische Parkscheine auch von Anbietern ohne Vertrag mit der Stadt Wien (z. B. Parkster) angeboten werden und dass dort zusätzliche Gebühren anfallen können. Offiziell ist nur HANDYPARKEN.
An Wochenenden und Feiertagen zahlen Sie auf der Straße nicht und auch das Zweistundenlimit entfällt
Das ist wichtiger, als es klingt. Unter der Woche macht Ihnen das Zweistundenlimit bei den Märkten einen Strich durch die Rechnung, und ohne Garage kommen Sie nicht aus. Am Wochenende ist das Parken auf der Straße dagegen kostenlos und zeitlich unbegrenzt – das einzige Problem ist, einen freien Platz zu finden, und das ist im Advent definitiv ein Problem.
Sechs Parkplätze bei den Weihnachtsmärkten
1. APCOA Rathausquartier – zum Hauptmarkt Rathausstraße 1, 1010 Wien. Direkt hinter dem Rathaus, wenige Gehminuten zum Rathausplatz. An Werktagen ab 3,50 € pro Stunde mit der App APCOA FLOW zwischen 7:00 und 19:00 Uhr, abends 2,50 €/h, Tageshöchstsatz 25 € mit der App (44 € mit Papierticket). Am Wochenende und an Feiertagen ist das eine ganz andere Liga: die erste Stunde 3,50 € und maximal 7 € pro Tag. Wenn Sie samstags zu den Märkten fahren, ist das eindeutig die beste Wahl beim Hauptmarkt. apcoa.at
Unser Tipp: Wir nutzen APCOA FLOW, und neben dem Preis hat die App noch einen Vorteil, den Sie keiner Preisliste entnehmen können. Wenn Sie Ihr Kennzeichen in der App speichern, hebt sich die Schranke in den meisten APCOA-Garagen von selbst – kein Parkschein und keine Umstände an der Ausfahrt.
2. BOE Parkgarage Rathauspark – am nächsten von allen Universitätsring 1, 1010 Wien. Einfahrt gegenüber dem Rathaus, praktisch am Rathausplatz. 4,90 € pro Stunde, Tageshöchstsatz 45 €. Rund um die Uhr geöffnet. Sie zahlen dafür, dass es näher nicht mehr geht. boe-parking.at
3. Contipark Am MuseumsQuartier – zum Markt am Maria-Theresien-Platz Museumsplatz 1, 1070 Wien. 939 Stellplätze, rund um die Uhr geöffnet. 4,80 € pro Stunde, Höchstsatz 38 € für 24 Stunden. Mit der P-Card nur 3,00 € pro Stunde und ein Höchstsatz von 11 € pro Tag – das ist das günstigste Tagesparken in dieser ganzen Auswahl. contipark.at
4. BOE Garage City Stephansplatz – zum Markt beim Stephansdom Einfahrt Wollzeile 7, 1010 Wien. 199 Stellplätze, rund um die Uhr geöffnet, automatische Kennzeichenerkennung. Die ersten 2 Stunden 8 €, jede weitere Stunde 4 €, Tageshöchstsatz 40 €. Achtung: Von November bis März berechnet die Garage einen Winterzuschlag von 30 %, sodass es im Advent 10,40 € für die ersten zwei Stunden, 5,20 € für jede weitere und 52 € pro Tag sind. Für einen kurzen Stopp gut, für den ganzen Tag nicht. boe-parking.at
5. WIPARK Freyung – zu den Märkten Freyung und Am Hof Herrengasse, 1010 Wien. 577 Stellplätze, rund um die Uhr geöffnet. 5,40 € pro Stunde, Tagespauschale 54 €. Von November bis März gilt jedoch ein saisonaler Zuschlag von 20 %, sodass Sie im Advent mit 6,48 € pro Stunde und 64,80 € pro Tag rechnen müssen. Praktisch direkt bei beiden Märkten, aber die teuerste Option der Auswahl. wipark.at
6. WIPARK Auhofstraße – zu Schönbrunn Auhofstraße 8, 1130 Wien. Wenige Gehminuten vom Schloss entfernt. 5,00 € pro Stunde, Tagespauschale 50 €.
Die günstigere Variante: P+R und U-Bahn
Wenn es Ihnen nichts ausmacht, das Auto am Stadtrand stehen zu lassen, ist das deutlich günstiger. Das offizielle Netz der P+R-Parkplätze von WIPARK (Siebenhirten U6, Liesing, Oberlaa U1, Neulaa U1) kostet 4,60 € pro Tag. An Werktagen ist der Unterschied zum Zentrum dramatisch – 4,60 € statt 25 bis 65 €. Am Wochenende gleicht sich die Garage beim Rathaus (7 € pro Tag) aber fast an, sodass Sie sich dann um P+R keine Gedanken machen müssen.
Für zwei Personen zahlen Sie zusätzlich zwei 24-Stunden-Tickets (2 × 10,20 €), sodass es sich vor allem dann lohnt, wenn Sie ohnehin planen, mit der U-Bahn zwischen den Märkten zu fahren. Und das werden Sie in Wien tun.
Wenn Sie mit dem Auto fahren, ist das im Advent die einzige Variante, die Sinn ergibt. Die Suche nach einem Platz direkt im Zentrum an einem Dezemberwochenende ist kein Plan, das ist eine Lotterie. 🙂
Unter der Woche lassen Sie das Auto beim P+R stehen und fahren mit der U-Bahn. Gegenüber den teuersten Garagen sparen Sie auch nach Abzug der beiden Fahrkarten etwa 40 € pro Tag, gegenüber der günstigsten nichts – dort entscheidet, ob Sie ohnehin planen, mit der U-Bahn zu fahren.
Anreise nach Wien
Mit dem Auto
Etwa 333 km und etwa 3 Stunden 45 Minuten reine Fahrzeit auf unserer Strecke – die D1 von Prag nach Brünn, dann die D52 nach Mikulov, der Grenzübergang Mikulov-Drasenhofen und die österreichische A5 direkt nach Wien. Die Angaben stammen aus Routenplanern, rechnen Sie im Dezember also mit zusätzlichem Puffer wegen Verkehr und Wetter.
Die österreichische Autobahnvignette ist Pflicht. Preise laut offizieller Preisliste von ASFINAG:
1 Tag: 9,60 €
10 Tage: 12,80 €
2 Monate: 32,00 €
Jahr: 106,80 €
ACHTUNG bei einer Sache: Die digitale 2-Monats- und die Jahresvignette haben von Gesetzes wegen eine 18-tägige Wartefrist ab dem Kauf, bevor sie gültig werden. Die 10-Tages-Vignette wird sofort aktiviert. Kaufen Sie auf der offiziellen Website von ASFINAG.
Die 1-Tages-Vignette kauft Daniel grundsätzlich nicht und das hat seinen Grund. Sie gilt für einen Kalendertag, nicht 24 Stunden ab dem Kauf. Wenn Sie sie um 20:00 Uhr kaufen, ist sie um Mitternacht abgelaufen, nicht am nächsten Abend. Der Unterschied zur 10-Tages-Vignette sind drei Euro zwanzig, und dafür haben Sie die Sicherheit, dass die Vignette auch am nächsten Morgen noch gilt, falls es irgendwo länger dauert, eine Nacht länger bleiben oder auf einem anderen Weg zurückfahren. Wir sehen diese paar Euro als Versicherung und haben es bisher nie bereut.
Mit dem Zug
Der Railjet der České dráhy (der tschechischen Bahn) fährt in Zusammenarbeit mit der ÖBB von Prag nach Wien in knapp 4 Stunden, die Verbindungen verkehren etwa alle zwei Stunden, Fahrkarten ab 368 Kč (ca. 15 €) bei frühzeitiger Buchung. Auf der Strecke fährt auch RegioJet.
Wenn Sie mich fragen: Wenn Sie nicht mit Kindern reisen und kein Auto für die Umgebung brauchen, ist der Zug die bessere Wahl. Das ganze Parkplatz-Martyrium aus dem vorigen Abschnitt entfällt. Wenn Sie fliegen: Vom Flughafen erreichen Sie mit dem REX 7 oder einem Railjet in 15 bis 20 Minuten den Wien Hauptbahnhof, von dort fährt die U1 direkt zum Stephansplatz. Beachten Sie, dass der Flughafen außerhalb der Wiener Kernzone liegt: weder das 24-Stunden- noch das 7-Tage-Ticket deckt die Fahrt in die Stadt ab. Diesen Winter endet die S7 zudem in St. Marx und der City Airport Train fährt als Ersatzbus, beides bis 31. Oktober 2027.
Öffentliche Verkehrsmittel in Wien – eine wichtige Änderung für 2026
Zum 1. Januar 2026 haben die Wiener Linien das 48-Stunden- und das 72-Stunden-Ticket abgeschafft. Wenn Sie schon einmal in Wien waren und für ein verlängertes Wochenende mit dem 72-Stunden-Ticket gerechnet haben, können Sie sie dieses Jahr nicht mehr kaufen. Es bleiben die Einzelfahrt, das 24-Stunden-Ticket und das 7-Tage-Ticket.
Ticket
Papierticket
Digital
Einzelfahrt
3,20 €
3,00 €
24 Stunden
10,20 €
9,70 €
7 Tage
28,90 €
25,20 €
Für ein Wochenende zu zweit bedeutet das: entweder zwei 24-Stunden-Tickets pro Person oder Einzelfahrscheine rechnen. Ab drei Tagen ist die 7-Tage-Karte schon günstiger als drei 24-Stunden-Tickets.
Die nächstgelegenen Stationen zu den wichtigsten Märkten: Rathausplatz U2 Rathaus, Stephansplatz U1/U3 Stephansplatz, Karlsplatz U1/U2/U4 Karlsplatz, Schönbrunn U4 Schönbrunn, Spittelberg U3 Volkstheater, Prater U1/U2 Praterstern, Freyung und Am Hof U2/U3 Herrengasse.
Die App für öffentliche Verkehrsmittel für iOS und für Android.
Wo Sie in Wien während der Weihnachtsmärkte übernachten
Zuerst ein Hinweis, den wir direkt im Buchungskalender überprüft haben: Unterkünfte im 1. Bezirk sind im Advent wirklich teuer. Die Gästebewertungen auf Booking.com liegen bei diesen sechs Unterkünften zwischen 8,4 und 9,4 Punkten. Die Preise unten sind Richtwerte für den Zeitraum 10.–12.12.2026 für zwei Personen und ändern sich je nachdem, wann Sie buchen.
Und noch etwas: keines der vier zentralen Hotels hat einen eigenen Parkplatz im Preis inbegriffen. Das ist in der Innenstadt üblich. Wenn Sie mit dem Auto anreisen, springen Sie gleich zum Unterabschnitt Zwei Tipps außerhalb des Zentrums.
Tipps für Unterkünfte in der Innenstadt
Richtpreise pro Nacht für zwei Personen im Dezember-Zeitraum: The Leo Grand rund 945 €, Almanac Palais rund 850 €, Hotel Austria rund 279 € und City Pension rund 249 €. Dieser Unterschied ist kein Fehler – zwischen einem Fünf-Sterne-Palais und einer soliden Pension klafft im Wiener Advent tatsächlich eine solche Kluft.
⭐ TOP-WAHL📍 Fleischmarkt 20, Innere Stadt
Hotel Austria
In einer Sackgasse unweit des Schwedenplatzes, nur wenige Gehminuten zum Stephansdom. Bewertung der Lage 9,7 von 10. Kein eigener Parkplatz, planen Sie mit einer Garage.
Familiengeführte Pension zwei Minuten vom Stephansplatz entfernt. Kleine, aber gut ausgestattete Zimmer. Zahlung im Voraus per Überweisung, kein eigener Parkplatz.
Zwei Tipps außerhalb des Zentrums, beide mit Parkplatz
Das ist die Lösung für alle, die mit dem Auto anreisen. Beide Hotels haben einen eigenen Parkplatz und liegen nur ein Stück von der U-Bahn entfernt, sodass Sie mit der U-Bahn ins Zentrum fahren und nicht 45 € für die Garage zahlen müssen. Die genauen Zeiten finden Sie weiter unten bei den jeweiligen Hotels.
⭐ TOP-WAHL📍 Keisslergasse 24
Hotel An Der Wien
Familienhotel 150 m von der U-Bahn-Endstation U4 Hütteldorf entfernt. Kostenloses Parken im Hotelhof. Zum Rathausplatz sind es mit der U-Bahn etwa eine halbe Stunde mit einmal Umsteigen von der U4 in die U2.
Neues Hotel 500 m von der Station Spittelau (U4/U6) entfernt, mit Frühstück und Familienzimmern. Kostenpflichtiges Parken in der hoteleigenen Tiefgarage. Zum Rathausplatz sind es mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa 16 Minuten.
Wenn es Ihnen wie uns geht und die Vorstellung, 45 € für die Garage zu zahlen, mehr schmerzt als ein paar Stationen mit der U-Bahn, ist das die klare Wahl. Sie sparen bei der Unterkunft und beim Parken und sind schneller am Hauptmarkt, als wenn Sie im Zentrum einen Parkplatz suchen.
Weitere Tipps, wie Sie in Wien nicht zu viel bezahlen, finden Sie in unserem Artikel Wien günstig.
Erlebnisse und Tickets, die sich gut mit den Märkten kombinieren lassen
Die Märkte nehmen einen halben Tag in Anspruch, nicht den ganzen. Das sind geprüfte Tickets für Dinge, die sich gut mit dem Marktbesuch kombinieren lassen:
Geführte Tour zu den Wiener Weihnachtsmärkten – Vienna: Christmas Markets Tour – ab 89 €, inklusive Verkostung von Glühwein und Weihnachtsgebäck, kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vorher.
Adventskonzert in der barocken Peterskirche – Weihnachts- und Neujahrskonzert – ab 49 €, Classic Ensemble Vienna, Bewertung 4,6 aus 767 Rezensionen.
Belvedere und Klimts Kuss – Ticket für das Obere Belvedere – ab 23 €, die größte Sammlung von Klimt-Gemälden der Welt, kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vorher.
Sisi Museum und Hofburg ohne Anstehen – Geführte Tour – ab 55 €, inklusive Einblick in die Spanische Hofreitschule.
Wenn Sie sich für eine Sache zusätzlich entscheiden müssen: Das Adventskonzert ist die „wienerischste“ Variante für einen Abend und kommt günstiger als die meisten Touren.
Wann Sie hingehen sollten, damit es angenehm ist
Am besten: ein Wochentag am Nachmittag. Die Stände haben geöffnet, aber nur ein Bruchteil der Menschen ist da
Am schlechtesten: Samstagabend am Rathausplatz
Der Kompromiss: ein Wochentag zwischen 16:00 und 17:00 Uhr, wenn die Beleuchtung schon an ist, der Ansturm aber noch nicht begonnen hat
Die Tage zwischen den Feiertagen: Schönbrunn, Prater und der Eistraum haben weiterhin geöffnet, und die Stadt ist merklich ruhiger
Was das Ganze kostet – Budget für ein Wochenende zu zweit
Wie viel sollten Sie dafür einplanen? Zwei Tage in Wien, zwei Nächte, zwei Personen, Anreise mit dem Auto, bei uns aus Prag. Preise in Euro, die Posten für Essen und Unterkunft sind unsere Schätzung, Transport und Parken basieren auf den oben geprüften Preislisten.
Posten
Sparvariante
Standard
Premium
Unterkunft (2 Nächte)
265 € (außerhalb des Zentrums)
558 € (Zentrum, Hotel Austria)
1.890 € (The Leo Grand)
Parken (2 Tage)
9,20 € (P+R)
50 € (Garage im Zentrum)
90 € (Garage beim Rathaus)
Öffentliche Verkehrsmittel (2 Personen, 2 Tage)
40,80 € (4× 24 Std.)
40,80 €
40,80 €
10-Tages-Vignette
12,80 €
12,80 €
12,80 €
Essen und Punsch auf den Märkten (Schätzung)
60 €
100 €
150 €
Eintritte und Erlebnisse
0 €
46 € (2× Belvedere)
144 € (2× Konzert + 2× Belvedere)
Gesamt
ca. 388 €
ca. 808 €
ca. 2.328 €
Die Parkzeile rechnet mit werktäglichen Tarifen. Wenn Sie am Wochenende losfahren, sparen Sie bei APCOA Rathausquartier 36 € für zwei Tage (14 € statt 50 €). Die übrigen Garagen aus der Liste haben keinen Wochenendtarif.
Die Sparvariante rechnet mit einer Unterkunft außerhalb des Zentrums, einem P+R-Parkplatz und damit, dass Ihnen die Märkte allein genügen. Das ist ein völlig legitimer Plan – die Märkte sind kostenlos.
Die häufigsten Fehler
Am 24. Dezember anreisen und vollen Betrieb erwarten. Am Heiligabend haben nur vier Märkte bestätigte Öffnungszeiten, und die sind verkürzt – Rathausplatz, Schönbrunn, Stephansplatz und Prater.
Sich auf ein 72-Stunden-Ticket verlassen. Seit Januar 2026 gibt es das nicht mehr. Kaufen Sie ein 24-Stunden- oder ein 7-Tage-Ticket.
Auf der Straße nach einem Parkscheinautomaten suchen. In Wien gibt es keinen. Kaufen Sie den Parkschein im Voraus in der Trafik oder über die App HANDYPARKEN.
Nur mit Karte rechnen. Immer mehr Stände akzeptieren Karten, aber längst nicht alle – kleinere Stände mit Essen und Getränken nehmen oft nur Bargeld. Haben Sie beides dabei.
Das Pfand für den Becher vergessen. Rechnen Sie 3–5 € zu jedem Punsch dazu. Wenn Sie die Becher zurückbringen, bekommen Sie das Geld zurück.
Die digitale Vignette einen Tag vor der Abfahrt kaufen. Die Zwei-Monats- und die Jahresvignette haben eine 18-tägige Wartefrist. Für eine kurze Reise nehmen Sie die 10-Tages-Vignette, die gilt sofort.
Praktische Tipps
Ziehen Sie sich wärmer an, als Sie denken. Die durchschnittliche Dezember-Höchsttemperatur in Wien liegt bei 3,3 °C, das Minimum bei -1,3 °C. Das Stehen am Punschstand ist eine statische Angelegenheit, und die Kälte macht sich schnell bemerkbar.
Achten Sie auf Taschendiebe. Die Wiener Polizei verstärkt bei den Märkten die Streifen und empfiehlt, möglichst wenig Bargeld bei sich zu tragen und Wertsachen in verschlossenen Innentaschen aufzubewahren. Seien Sie in dichten Menschenmengen aufmerksam, vor allem wenn jemand gegen Sie stößt.
Planen Sie nach der U-Bahn, nicht nach der Karte. Die Wiener Märkte liegen weiter auseinander, als es aussieht. Zwei U-Bahn-Stationen sind schneller als zwanzig Minuten Fußweg im Winter.
Für wen die Wiener Weihnachtsmärkte nichts sind
Sagen wir es geradeheraus:
Wenn Sie einen günstigen Ausflug suchen. Unterkünfte im Zentrum von Wien sind im Advent wirklich teuer, und Parken auch. Salzburg kommt günstiger und hat auch Weihnachtsmärkte.
Wenn Sie keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen möchten. Die Märkte sind über die Stadt verstreut, und ohne U-Bahn schaffen Sie das nicht.
Wenn Sie nur für ein paar Stunden mit dem Auto kommen. Bis Sie geparkt und bezahlt haben, geben Sie mehr aus, als Sie denken.
Wenn Sie nur einen großen Markt wollen und dann fertig sind. Dafür ist Prag praktischer – dort ist alles zu Fuß erreichbar.
Wenn Sie dagegen gerne vergleichen, mehrere verschiedene Märkte bei einem Aufenthalt sehen möchten oder mit Kindern unterwegs sind (Prater und Schönbrunn), ist Wien die klare Wahl.
Fazit
Die Wiener Weihnachtsmärkte sind groß, gut organisiert, und es gibt viele davon. Bei einem Aufenthalt schaffen Sie drei bis vier, und jeder ist anders – das bekommen Sie anderswo nicht.
Zwei Dinge sollten Sie aus diesem Artikel mitnehmen. Erstens: Die meisten Märkte enden am 23. Dezember, nicht an den Feiertagen. Zweitens: Kümmern Sie sich ums Parken, bevor Sie losfahren – entweder mit einer reservierten Garage oder mit P+R und der U-Bahn. Die zweite Variante ist günstiger als die teuren Garagen, aber nicht mehr günstiger als die billigste, sobald Sie zwei 24-Stunden-Tickets dazurechnen.
Für den Rest des Aufenthalts nutzen Sie unseren Guide Was man in Wien sehen sollte, weitere Tipps finden Sie in unserer Rubrik Österreich. Und wenn Sie Wien mit einer anderen Stadt vergleichen möchten, werfen Sie einen Blick auf Weihnachtsmärkte in Prag. Und wenn Sie es lieber näher an der deutschen Grenze mögen: Der Striezelmarkt in Dresden zählt zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands, und wir stellen ihn mit fünf weiteren Märkten in unserem Dresden-Guide vor.
Wenn wir im Dezember zurück sind, ergänzen wir hier eigene Fotos und Eindrücke von den einzelnen Märkten. Bis dahin betrachten Sie diesen Artikel als Planungshilfe, nicht als Rezension.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wann beginnen die Weihnachtsmärkte in Wien 2026?
Als Erste öffnen Schönbrunn und Stephansplatz, beide am 6. November 2026. Der Hauptmarkt am Rathausplatz startet am 13. November und endet am 26. Dezember.
Welche Märkte haben an Heiligabend geöffnet?
Vier, und mit verkürzten Zeiten: Rathausplatz bis 18:30 Uhr, Schönbrunn bis 16:00 Uhr, Stephansplatz bis 16:00 Uhr und der Wintermarkt im Prater 11:00–17:00 Uhr. Die meisten anderen Märkte enden bereits am 23. Dezember.
Wie viel kostet Punsch auf den Wiener Weihnachtsmärkten?
Von 4,80 € am Spittelberg bis 6 € in Schönbrunn, Bio-Punsch am Karlsplatz kann auch mehr kosten. Dazu kommt ein rückzahlbares Pfand für den Becher von etwa 3–5 €.
Kann man die Wiener Weihnachtsmärkte zu Fuß besuchen?
Die meisten schon. Neun der elf Märkte liegen in drei Gruppen, die sich gut zu Fuß verbinden lassen: Freyung, Am Hof und Stephansplatz sind bis zu zwanzig Gehminuten voneinander entfernt, rund um den Ring sind es vom Rathausplatz zum Campus Altes AKH elf Minuten, zum Spittelberg dreizehn und zum Maria-Theresien-Platz vierzehn, und zwischen Karlsplatz und Schwarzenbergplatz liegen fünf Minuten. Die Ausnahme bilden Schönbrunn und der Prater – dorthin nehmen Sie die U-Bahn und planen Sie sie als eigenen halben Tag ein.
Wie viele Wiener Weihnachtsmärkte schafft man an einem Tag?
Realistisch eine Gruppe pro Abend, also drei bis vier Märkte. In der Innenstadt sind die Märkte klein, und für jeden reicht eine halbe Stunde, sodass Sie Freyung, Am Hof und Stephansplatz inklusive der Wege in zwei Stunden schaffen. Wer zwei Tage hat, nimmt sich den ersten Abend das Zentrum und den Ring vor und am zweiten Tag Schönbrunn oder Prater.
Wo kann man bei den Wiener Weihnachtsmärkten parken?
Dem Hauptmarkt am nächsten liegen die Garage Rathauspark (4,90 €/Std.) und APCOA Rathausquartier (ab 3,50 €/Std. mit App). Die günstigere Variante ist ein P+R am Stadtrand für 4,60 € pro Tag plus U-Bahn ins Zentrum.
Kann man auf den Wiener Weihnachtsmärkten mit Karte zahlen?
Immer mehr Stände akzeptieren Karten, aber nicht alle. Kleinere Imbissstände nehmen oft nur Bargeld, also haben Sie auch Bargeld dabei.
Lohnt sich für Wien eher der Zug oder das Auto?
Mit dem Auto zahlen Sie in Wien die Vignette und 25–65 € pro Tag fürs Parken; mit dem Zug fällt beides weg. Wir fahren aus Prag: mit dem Zug in weniger als 4 Stunden ab 368 Kč (ca. 15 €) bei frühzeitiger Buchung, mit dem Auto 333 km und etwa 3 Stunden 45 Minuten plus eine Vignette für 12,80 €. Wenn Sie nicht weiter als bis Wien fahren, ist der Zug die bessere Wahl.
Ein paar Dinge, die wir auf keiner Reise unterschätzen
Unterkunft: nur geprüfte Plattformen mit echten Bewertungen – Booking.com und Agoda. Dank Treueprogrammen oft ein besserer Preis oder ein Upgrade.
Mietwagen vor Ort: wenn es ohne nicht geht, vergleichen wir über DiscoverCars. Wir achten vor allem auf die Selbstbeteiligung und die Tankregelung.
Reiseapotheke: Basismedikamente immer dabei – im Ausland teuer oder schwer erhältlich.
Reiseversicherung: schließen wir vor jeder Reise ab, meist über die Bank.
Tickets & Erlebnisse: online im Voraus über GetYourGuide – alles an einem Ort und offline verfügbar, ohne Ausdrucken.
Essen & Restaurants: wir prüfen Bewertungen auf TripAdvisor und reservieren wenn möglich.
Besuchen Sie Wien und entdecken Sie unsere über 60 Tipps, was es in dieser Metropole zu sehen gibt. Von Museen, Zoo, Hotels bis hin zu Restaurants und Parkplätzen. Kompletter Reiseführer hier.
Fünf Weihnachtsmärkte, jeder mit eigenen Öffnungszeiten. Wo Sie beim Krampuslauf stehen, was Punsch und Tasse kosten, wo Sie parken und wo wir geschlafen haben, aus zwei Dezembern.
Wie viel kostet Wien günstig wirklich? Ein aufgeschlüsseltes Budget für 3 Tage, was kostenlos ist, wo es günstige Tickets gibt und wann sich der Vienna Pass nicht lohnt.